
Johannes Chrysostomus
Catena Aurea · Matthäusevangelium 8
28 Als er an das andere Ufer in das Land der Gadarener gekommen war, traten ihm zwei Besessene entgegen, die aus den Grabhöhlen herauskamen. Sie waren sehr gefährlich, sodass niemand diesen Weg benutzen konnte. 29 Sie schrien: Was haben wir mit dir zu tun, Sohn Gottes? Bist du hierher gekommen, um uns vor der Zeit zu quälen? 30 Nun weidete in einiger Entfernung von ihnen eine große Schweineherde. 31 Da baten ihn die Dämonen: Wenn du uns austreibst, so schick uns in die Schweineherde. 32 Er sagte zu ihnen: Fort mit euch! Da fuhren sie aus und fuhren in die Schweine. Und die ganze Herde raste den Abhang hinab in den See und kam im Wasser um. 33 Die Hirten aber flohen, liefen in die Stadt und berichteten alles, auch das mit den Besessenen. 34 Da zog die ganze Stadt hinaus, Jesus entgegen, und als sie ihn sahen, baten sie ihn, ihr Gebiet zu verlassen.
Die Dämonen vernichteten die Schweine, weil sie stets danach streben, Menschen in Not zu bringen, und sich an der Zerstörung freuen. Die Größe des Verlustes vermehrte auch den Ruhm des Geschehenen; denn es wurde von vielen Personen verkündet; nämlich von den geheilten Menschen, von den Besitzern der Schweine und von denen, die sie hüteten; wie es folgt: Aber die sie hüteten, flohen und gingen in die Stadt und erzählten alles und auch von denen, die die Dämonen gehabt hatten; und siehe, die ganze Stadt ging hinaus, Jesus entgegen. Aber als sie ihn hätten anbeten und seine erhabene Macht bewundern sollen, wiesen sie ihn von sich, wie es folgt: Und als sie ihn sahen, baten sie ihn, dass er aus ihrem Gebiet fortgehen möge. Beobachte die Milde Christi neben seiner erhabenen Macht; als die, die Wohltaten von ihm empfangen hatten, ihn vertreiben wollten, widerstand er nicht, sondern ging fort und ließ die, die sich so seines Lehramtes für unwürdig erklärten, zurück, indem er ihnen als Lehrer die gab, die von den Dämonen befreit worden waren, und die Hüter der Schweine.