
Hilarius von Poitiers
Catena Aurea · Matthäusevangelium 8
18 Als Jesus die große Volksschar um sich sah, befahl er, an das andere Ufer zu fahren. 19 Da trat ein Schriftgelehrter an ihn heran und sagte zu ihm: Meister, ich will dir folgen, wohin du auch gehst. 20 Jesus antwortete ihm: Die Füchse haben Höhlen und die Vögel des Himmels Nester. Der Menschensohn aber hat nichts, wohin er sein Haupt legen kann. 21 Ein anderer aber, einer von den Jüngern, sagte zu ihm: Herr, erlaube mir, zuerst heimzugehen und meinen Vater zu begraben. 22 Jesus aber antwortete ihm: Folge mir, und lass die Toten ihre Toten begraben.
Auch weil wir am Anfang des Gebets des Herrn gelehrt werden, zuerst zu sagen: Unser Vater, der du bist im Himmel; und da dieser Jünger das gläubige Volk darstellt; wird er hier daran erinnert, dass er nur einen Vater im Himmel hat (Mat. 23:9.), und dass zwischen einem gläubigen Sohn und einem ungläubigen Vater die kindliche Beziehung nicht gilt. Wir werden auch ermahnt, dass die ungläubigen Toten nicht mit den Erinnerungen der Heiligen vermischt werden sollen, und dass auch die tot sind, die außerhalb Gottes leben; und die Toten werden von den Toten begraben, weil es durch den Glauben an Gott den Lebenden ziemt, an dem Lebendigen (Gott) zu hängen.