
Johannes Chrysostomus
Catena Aurea · Matthäusevangelium 8
1 Als er aber vom Berg herabstieg, folgten ihm große Volksscharen. 2 Da kam ein Aussätziger, fiel vor ihm nieder und sagte: Herr, wenn du willst, kannst du mich rein machen. 3 Da streckte er seine Hand aus, berührte ihn und sagte: Ich will; sei rein! Sofort wurde er von seinem Aussatz rein. 4 Da sagte Jesus zu ihm: Hüte dich, es jemand zu sagen, sondern geh, zeige dich dem Priester und bringe die Gabe dar, die Mose vorgeschrieben hat, zum Zeugnis für sie.
Denn Christus, der im Voraus wusste, dass sie daraus keinen Nutzen ziehen würden, sagte nicht „zu ihrer Besserung“, sondern „zum Zeugnis für sie“; das heißt, zu ihrer Anklage und zum Beweis, dass alles, was von Mir hätte getan werden sollen, getan wurde. Doch obwohl Er so wusste, dass sie daraus keinen Nutzen ziehen würden, ließ Er doch nichts aus, was getan werden musste; aber sie verharrten in ihrem früheren bösen Willen. Auch sagte Er nicht: „Die Gabe, die Ich gebiete“, sondern: „die Mose geboten hat“, damit Er sie einstweilen dem Gesetz übergebe und die Münder der Ungerechten verschließe. Damit sie nicht sagten, Er maße sich die Ehre der Priester an, erfüllte Er das Werk des Gesetzes und machte eine Prüfung mit ihnen.