Pseudo-Chrysostomus
Catena Aurea · Matthäusevangelium 6
10 dein Reich komme, / dein Wille geschehe / wie im Himmel, so auch auf Erden.
Diese Worte „Wie im Himmel, so auf Erden“ müssen als gemeinsam für alle drei vorhergehenden Bitten verstanden werden. Beachte auch, wie sorgfältig sie formuliert sind; Er sagte nicht: Vater, heilige Deinen Namen in uns, Dein Reich komme über uns, Tue Deinen Willen in uns. Noch auch: Lasst uns Deinen Namen heiligen, lasst uns in Dein Reich eingehen, lasst uns Deinen Willen tun; damit es nicht scheine, als sei es entweder nur Gottes Werk oder nur des Menschen Werk. Sondern Er gebrauchte eine mittlere Ausdrucksweise und das unpersönliche Verb; denn wie der Mensch ohne Gottes Hilfe nichts Gutes tun kann, so wirkt auch Gott nichts Gutes im Menschen, es sei denn der Mensch will es.