
Johannes Chrysostomus
Catena Aurea · Matthäusevangelium 6
2 Wenn du also Almosen gibst, so lass nicht vor dir her trompeten, wie es die Heuchler in den Synagogen und in den Gassen machen, um von den Menschen gelobt zu werden. Amen, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn schon erhalten. 3 Du aber, wenn du Almosen gibst, dann soll deine Linke nicht wissen, was deine Rechte tut, 4 damit dein Almosen im Verborgenen bleibt. Dein Vater, der ins Verborgene sieht, wird dir vergelten.
Lass deine linke Hand nicht wissen, was deine rechte tut, ist als eine äußerste Ausdrucksweise gesagt, gleichsam als wolle Er sagen: Wenn es möglich wäre, dass du dich selbst nicht kenntest und dass deine eigenen Hände vor deinem Blick verborgen wären, das ist es, wonach du am meisten streben solltest.