Pseudo-Chrysostomus
Catena Aurea · Matthäusevangelium 6
2 Wenn du also Almosen gibst, so lass nicht vor dir her trompeten, wie es die Heuchler in den Synagogen und in den Gassen machen, um von den Menschen gelobt zu werden. Amen, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn schon erhalten. 3 Du aber, wenn du Almosen gibst, dann soll deine Linke nicht wissen, was deine Rechte tut, 4 damit dein Almosen im Verborgenen bleibt. Dein Vater, der ins Verborgene sieht, wird dir vergelten.
(Hom. xv.) Er stellt drei Haupttugenden, Almosen, Gebet und Fasten, drei Übeln gegenüber, gegen die der Herr den Krieg der Versuchung aufnahm. Denn Er kämpfte für uns in der Wüste gegen die Völlerei; gegen die Habsucht auf dem Berg; gegen den falschen Ruhm auf dem Tempel. Es ist das Almosen, das gegen die Habsucht, die aufhäuft, ausgestreut wird; das Fasten gegen die Völlerei, die ihr entgegengesetzt ist; das Gebet gegen den falschen Ruhm, da alle anderen Übel aus dem Bösen kommen, dieses allein aber aus dem Guten; und deshalb wird es nicht niedergeworfen, sondern vielmehr vom Guten genährt, und es gibt kein Heilmittel, das dagegen hilft, außer allein das Gebet.