
Johannes Chrysostomus
Catena Aurea · Matthäusevangelium 5
6 Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie werden satt werden.
Er kann entweder die allgemeine Gerechtigkeit meinen oder jene besondere Tugend, die der Habgier entgegengesetzt ist. (ἡ καθόλου ἀρετή.) Da Er fortfahren wollte, von der Barmherzigkeit zu sprechen, zeigt Er im Voraus, von welcher Art unsere Barmherzigkeit sein soll, dass sie nicht aus Raubgewinnen oder Habgier stammen darf; daher schreibt Er der Gerechtigkeit das zu, was der Habsucht eigen ist, nämlich zu hungern und zu dürsten.