
Johannes Chrysostomus
Catena Aurea · Matthäusevangelium 4
23 Er durchzog ganz Galiläa, lehrte in ihren Synagogen, verkündete das Evangelium vom Reich und heilte jede Krankheit und jedes Gebrechen im Volk. 24 Und sein Ruf verbreitete sich in ganz Syrien. Sie brachten alle Leidenden zu ihm, alle, die von den verschiedensten Krankheiten und Schmerzen geplagt waren, Besessene, Mondsüchtige und Gelähmte, und er heilte sie. 25 Ganze Scharen aus Galiläa, der Dekapolis, aus Jerusalem, Judäa und aus dem Gebiet jenseits des Jordan folgten ihm.
Wir müssen bedenken, dass, wenn eine große Veränderung bewirkt wird, wie die Einführung einer neuen Ordnung, Gott gewöhnlich Wunder wirkt und denen, die Seine Gesetze empfangen sollen, Pfänder Seiner Macht gibt. So erschuf Er, als Er den Menschen machen wollte, zuerst eine Welt und gab dann schließlich dem Menschen im Paradies ein Gesetz. Als Er dem heiligen Noah ein Gesetz verleihen wollte, zeigte Er wahrhaft große Wunder; und wiederum, als Er im Begriff war, das Gesetz für die Juden zu erlassen, zeigte Er zuerst große Wunderzeichen und gab ihnen dann schließlich die Gebote. So gab Er auch jetzt, als Er im Begriff war, eine erhabene Lebensordnung einzuführen, Seinen Unterweisungen zuerst eine Bekräftigung durch mächtige Zeichen, weil das ewige Reich, das Er predigte, nicht gesehen wurde; durch die Dinge, die erschienen, machte Er gewiss, was noch nicht erschien.