Pseudo-Chrysostomus
Catena Aurea · Matthäusevangelium 4
3 Da trat der Versucher an ihn heran und sagte: Wenn du Gottes Sohn bist, so befiehl, dass diese Steine Brot werden. 4 Er antwortete: Es steht geschrieben: Nicht vom Brot allein lebt der Mensch, sondern von jedem Wort, das aus dem Mund Gottes kommt.
Aber wie der Teufel alle Menschen blendet, so wird er nun unsichtbar von Christus geblendet. Er fand ihn hungrig am Ende der vierzig Tage und wusste nicht, dass er durch jene vierzig hindurch ohne Hunger geblieben war. Als er vermutete, dass er nicht der Sohn Gottes sei, bedachte er nicht, dass der mächtige Kämpfer zu schwachen Dingen herabsteigen kann, der Schwache aber nicht zu hohen Dingen aufsteigen kann. Wir können leichter daraus, dass er so viele Tage nicht hungrig war, schließen, dass er Gott ist, als daraus, dass er nach jener Zeit hungrig war, dass er Mensch ist. Aber es könnte gesagt werden: Mose und Elias fasteten vierzig Tage und waren Menschen. Aber sie hungerten und hielten aus; er hungerte nicht während des Zeitraums von vierzig Tagen, sondern danach. Hungrig zu sein und doch Speise zu verweigern, liegt in der Ausdauer des Menschen; nicht hungrig zu sein, gehört nur zur göttlichen Natur.