
Hilarius von Poitiers
Catena Aurea · Matthäusevangelium 3
4 Er aber, Johannes, trug ein Gewand aus Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel um seine Hüften. Seine Nahrung waren Heuschrecken und wilder Honig.
Der Prediger Christi ist mit den Fellen unreiner Tiere bekleidet, mit denen die Heiden verglichen werden, und so wird durch das Gewand der Propheten alles geheiligt, was an ihnen nutzlos oder unrein war. Der Gürtel ist ein Ding von großer Wirksamkeit für jedes gute Werk, damit wir für jeden Dienst Christi gegürtet seien. Seine Nahrung sind auserlesene Heuschrecken, die das Angesicht des Menschen meiden und jedem Zugriff entgehen; sie bezeichnen uns selbst, die wir durch eine unwillkürliche Bewegung des Körpers von jedem Wort oder jeder Rede des Guten fortgetragen wurden, schwach im Willen, unfruchtbar in Werken, mürrisch in der Rede, fremd in der Wohnung, nun aber zur Nahrung der Heiligen geworden sind, auserwählt, das Verlangen der Propheten zu erfüllen, indem wir unsere süßeste Speise nicht von den Bienenstöcken des Gesetzes, sondern von den Stämmen wilder Bäume liefern.