
Johannes Chrysostomus
Catena Aurea · Matthäusevangelium 3
1 In jenen Tagen trat Johannes der Täufer auf und predigte in der Wüste von Judäa: 2 Kehrt um; denn das Himmelreich ist nahe. 3 Dieser nämlich ist es, von dem durch den Propheten Jesaja gesagt worden war:Eine Stimme ruft in der Wüste: / Bereitet den Weg des Herrn! / Macht seine Straßen eben!
(non occ.) Doch warum musste Johannes so mit einem Zeugnis von Taten vor Christus hergehen und ihn predigen? Erstens: damit wir daraus die Würde Christi erkennen, dass auch er, wie der Vater, Propheten hat, nach den Worten des Zacharias: Und du, Kind, wirst Prophet des Höchsten genannt werden. (Lukas 1,76.) Zweitens: damit die Juden keinen Anlass zum Ärgernis hätten; wie er erklärte: Johannes kam, aß nicht und trank nicht, und sie sagen: Er hat einen Dämon. Der Menschensohn kam, aß und trank, und sie sagen: Siehe, ein Fresser und Weinsäufer. (Lukas 7,33.) Es war außerdem nötig, dass die Dinge über Christus von einem anderen zuerst erzählt wurden und nicht von ihm selbst; oder was hätten die Juden gesagt, die nach dem Zeugnis des Johannes klagten: Du gibst Zeugnis von dir selbst, dein Zeugnis ist nicht wahr. (Johannes 8,13.)