
Hieronymus
Catena Aurea · Matthäusevangelium 28
16 Die elf Jünger gingen nach Galiläa auf den Berg, wohin Jesus sie bestellt hatte. 17 Als sie ihn sahen, warfen sie sich vor ihm nieder, einige aber zweifelten. 18 Da trat Jesus zu ihnen, redete sie an und sagte: Mir ist alle Gewalt gegeben im Himmel und auf der Erde. 19 Darum geht und macht alle Völker zu Jüngern und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, 20 und lehrt sie alles halten, was ich euch aufgetragen habe. Seht, ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Welt.
(Didymi Lib. ii. de Spir. Sanct.) Und obwohl jemand dort von so abgeneigtem Geist sein mag, dass er es unternimmt, in der Weise zu taufen, dass er einen dieser Namen auslässt, wodurch er Christus widerspricht, der dies als Gesetz verordnet hat, wird seine Taufe nichts bewirken; die von ihm Getauften werden keineswegs von ihren Sünden befreit werden. Aus diesen Worten entnehmen wir, wie ungeteilt die Substanz der Dreifaltigkeit ist, dass der Vater wahrhaft der Vater des Sohnes ist und der Sohn wahrhaft der Sohn des Vaters, und der Heilige Geist der Geist sowohl des Vaters als auch des Sohnes, und auch der Geist der Weisheit und der Wahrheit, das heißt des Sohnes Gottes. Dies also ist das Heil der Gläubigen, und in dieser Dreifaltigkeit wird die vollkommene Mitteilung der kirchlichen Disziplin bewirkt.