Beda Venerabilis
Catena Aurea · Matthäusevangelium 28
16 Die elf Jünger gingen nach Galiläa auf den Berg, wohin Jesus sie bestellt hatte. 17 Als sie ihn sahen, warfen sie sich vor ihm nieder, einige aber zweifelten. 18 Da trat Jesus zu ihnen, redete sie an und sagte: Mir ist alle Gewalt gegeben im Himmel und auf der Erde. 19 Darum geht und macht alle Völker zu Jüngern und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, 20 und lehrt sie alles halten, was ich euch aufgetragen habe. Seht, ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Welt.
(Hom. Æst. in Fer. vi. Pasch.)b. Der Herr erschien ihnen auf dem Berg, um zu bedeuten, dass er seinen Leib, den er bei seiner Geburt aus dem gemeinsamen Staub des Menschengeschlechts angenommen hatte, durch seine Auferstehung über alle irdischen Dinge erhoben hatte; und um die Gläubigen zu lehren, dass sie, wenn sie dort die Höhe seiner Auferstehung sehen wollen, sich hier bemühen müssen, von niedrigen Vergnügungen zu hohen Begierden überzugehen. Und er geht seinen Jüngern nach Galiläa voraus, weil Christus von den Toten auferstanden ist, der Erstling der Entschlafenen. (1 Kor 15,20) Und die, die Christus angehören, folgen ihm und gehen in ihrer Ordnung vom Tod zum Leben über, indem sie ihn betrachten, wie er mit seiner eigenen Göttlichkeit erscheint. Und damit stimmt überein, dass Galiläa mit ‚Offenbarung‘ übersetzt wird.