
Hieronymus
Catena Aurea · Matthäusevangelium 27
57 Als es Abend geworden war, kam ein reicher Mann aus Arimathäa namens Josef, der auch ein Jünger Jesu geworden war. 58 Er ging zu Pilatus und bat um den Leichnam Jesu. Da befahl Pilatus, ihn ihm zu überlassen. 59 Josef nahm den Leichnam, hüllte ihn in reine Leinwand 60 und legte ihn in sein neues Grab, das er in den Felsen hatte hauen lassen. Dann wälzte er einen großen Stein vor den Eingang des Grabes und ging weg. 61 Es waren aber auch Maria aus Magdala und die andere Maria dort; sie saßen dem Grab gegenüber.
Er wird in ein neues Grab gelegt, damit nach seiner Auferstehung nicht vorgegeben werden könnte, es sei ein anderer gewesen, der auferstanden sei, wenn sie die anderen Leiber dort noch liegen sahen. Das neue Grab kann auch den jungfräulichen Mutterschoß Marias bedeuten. Und er wurde in ein Grab gelegt, das aus dem Felsen gehauen war, damit nicht, wenn es eines aus vielen Steinen errichtet gewesen wäre, gesagt werden könnte, er sei durch Untergraben der Fundamente des Haufens gestohlen worden.