
Johannes Chrysostomus
Catena Aurea · Matthäusevangelium 27
51 Da zerriss der Vorhang des Tempels von oben bis unten entzwei, die Erde erbebte und die Felsen spalteten sich, 52 die Gräber öffneten sich und die Leiber vieler Heiliger, die entschlafen waren, wurden auferweckt. 53 Sie kamen nach seiner Auferweckung aus den Gräbern hervor, gingen in die heilige Stadt und erschienen vielen. 54 Als der Hauptmann und die, die mit ihm Jesus bewachten, das Erdbeben bemerkten und sahen, was geschah, gerieten sie in große Furcht und sagten: Das war in Wahrheit Gottes Sohn! 55 Es waren dort auch viele Frauen, die von fern zusahen; sie waren Jesus von Galiläa her nachgefolgt und hatten ihm gedient. 56 Unter ihnen waren Maria aus Magdala, Maria, die Mutter des Jakobus und des Josef, und die Mutter der Zebedäussöhne.
Als Er am Kreuz blieb, hatten sie spöttisch gesagt: Andere hat er gerettet, sich selbst kann er nicht retten. Aber was Er nicht für Sich selbst tun wollte, das tat Er und mehr als das für die Leiber der Heiligen. Denn wenn es eine große Sache war, Lazarus nach vier Tagen aufzuerwecken, so war es noch viel mehr, dass die, die lange entschlafen waren, sich nun lebendig zeigten; dies ist wahrlich ein Beweis der kommenden Auferstehung. Damit man aber nicht glaubte, dass das, was geschah, nur ein Schein sei, fügt der Evangelist hinzu: Und sie kamen aus den Gräbern nach seiner Auferstehung hervor und gingen in die heilige Stadt und erschienen vielen.