Remigius von Auxerre
Catena Aurea · Matthäusevangelium 27
31 Nachdem sie ihn verspottet hatten, nahmen sie ihm den Mantel ab und zogen ihm seine eigenen Kleider wieder an.Dann führten sie ihn ab, um ihn zu kreuzigen. 32 Auf dem Weg trafen sie einen Mann aus Zyrene namens Simon; ihn zwangen sie, ihm das Kreuz zu tragen. 33 Als sie an den Ort kamen, den man Golgota nennt, das heißt Schädelstätte, 34 gaben sie ihm Wein mit Galle vermischt zu trinken. Er kostete davon, wollte aber nicht trinken.
Denn dieser Simon war kein Mann aus Jerusalem, sondern ein Fremder und Beisasse, da er ein Kyrenäer war; Kyrene ist eine Stadt in Libyen. Simon wird als ‚gehorsam' gedeutet, und ein Kyrenäer als ‚Erbe'; daher bezeichnet er wohl das Volk der Heiden, das den Testamenten Gottes fremd war, aber durch den Glauben ein Mitbürger der Heiligen, des Haushalts und ein Erbe Gottes wurde.