
Augustinus von Hippo
Catena Aurea · Matthäusevangelium 26
39 Dann ging er ein wenig weiter, warf sich auf sein Angesicht nieder und betete: Mein Vater, wenn es möglich ist, so gehe dieser Kelch an mir vorüber. Doch nicht wie ich will, sondern wie du willst. 40 Und er kam zu den Jüngern zurück und fand sie schlafend. Da sagte er zu Petrus: So konntet ihr nicht eine Stunde mit mir wachen? 41 Wacht und betet, damit ihr nicht in Versuchung fallt! Der Geist ist zwar willig, das Fleisch aber schwach. 42 Wiederum ging er weg, zum zweiten Mal, und betete: Mein Vater, wenn dieser Kelch nicht an mir vorübergehen kann, ohne dass ich ihn trinke, so geschehe dein Wille. 43 Als er zurückkam, fand er sie wieder schlafend; denn die Augen waren ihnen schwer geworden. 44 Da ließ er sie, ging nochmals weg und betete zum dritten Mal mit den gleichen Worten.
(de Cons. Ev. iii. 4.) Und damit niemand denke, Er habe die Macht Seines Vaters eingeschränkt, sagte Er nicht: Wenn du es tun kannst, sondern: Wenn es möglich ist, oder: Wenn es möglich sein kann; das heißt so viel wie: Wenn du willst. Denn was auch immer Gott will, kann geschehen, wie Lukas deutlicher ausdrückt; denn er sagt nicht: Wenn es möglich ist, sondern: Wenn du willst.