
Hieronymus
Catena Aurea · Matthäusevangelium 26
27 Dann nahm er einen Becher, sprach das Dankgebet und gab ihn ihnen mit den Worten: Trinkt alle daraus. 28 Denn das ist mein Blut des Bundes, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden. 29 Ich sage euch: Von nun an werde ich nicht mehr von der Frucht des Weinstocks trinken bis zu dem Tag, an dem ich mit euch von neuem davon trinke im Reich meines Vaters.
Oder anders; Vom Fleischlichen geht der Herr zum Geistlichen über. Die Heilige Schrift spricht vom Volk Israel wie von einem Weinstock, der aus Ägypten heraufgebracht wurde; (Ps. 80,8.) von diesem Weinstock sagt der Herr, dass Er nicht mehr trinken werde außer im Reich Seines Vaters. Unter dem Reich Seines Vaters verstehe ich den Glauben der Gläubigen. Wenn dann die Juden das Reich Seines Vaters empfangen, dann wird der Herr von ihrem Weinstock trinken. Beachte, dass Er sagt: Von meinem Vater (Jer. 2,21), nicht: Von Gott, denn den Vater zu nennen, heißt den Sohn zu nennen. Gleichsam als wollte Er sagen: Wenn sie an Gott den Vater geglaubt haben und Er sie zum Sohn geführt hat.