
Augustinus von Hippo
Catena Aurea · Matthäusevangelium 25
46 Und sie werden weggehen, diese zur ewigen Strafe, die Gerechten aber in das ewige Leben.
(de Civ. Dei, xxi. 3.) Doch sie behaupten, niemand könne zugleich empfänglich für Schmerz und unfähig zu sterben sein. Es muss sein, dass einer im Schmerz lebt, aber es muss nicht sein, dass der Schmerz ihn tötet; denn nicht einmal diese sterblichen Leiber sterben an jedem Schmerz; sondern der Grund, dass mancher Schmerz ihren Tod verursacht, ist die Verbindung zwischen der Seele und unserem gegenwärtigen Leib, die einem äußersten Schmerz nachgibt. Dann aber wird die Seele mit einem solchen Leib und in einer solchen Weise vereint sein, dass kein Schmerz diese Verbindung überwinden kann. Es wird dann nicht keinen Tod geben, sondern einen ewigen Tod, da die Seele unfähig ist zu leben, weil sie ohne Gott ist, und ebenso unfähig, sich durch Sterben von den Schmerzen des Leibes zu befreien.