
Hilarius von Poitiers
Catena Aurea · Matthäusevangelium 24
36 Jenen Tag aber und jene Stunde kennt niemand, auch nicht die Engel im Himmel, auch nicht der Sohn, sondern nur der Vater. 37 Denn wie es in den Tagen Noachs war, so wird es auch bei der Ankunft des Menschensohnes sein. 38 Denn wie sie in den Tagen vor der Flut aßen und tranken, heirateten und sich heiraten ließen, bis zu dem Tag, an dem Noach in die Arche ging, 39 und nichts ahnten, bis die Flut kam und alle hinwegriss, so wird es auch beim Kommen des Menschensohnes sein. 40 Dann wird von zweien auf dem Feld der eine mitgenommen und der andere zurückgelassen. 41 Von zwei (Frauen), die an der Mühle mahlen, wird die eine mitgenommen und die andere zurückgelassen.
Oder: Die zwei auf dem Feld sind die zwei Völker der Gläubigen und Ungläubigen, die der Tag des Herrn gleichsam bei den Mühen dieses Lebens überraschen wird. Und sie werden getrennt werden, einer wird genommen und der andere zurückgelassen; dies zeigt die Trennung, die zwischen Gläubigen und Ungläubigen sein wird; wenn Gottes Zorn entfacht ist, werden die Heiligen in seine Scheune gesammelt, und die Ungläubigen werden als Brennstoff für das Feuer vom Himmel zurückgelassen. Dasselbe ist zu sagen von jenem: „Zwei werden an der Mühle mahlen.“ Die Mühle ist das Werk des Gesetzes, aber wie einige der Juden durch die Apostel glaubten, so werden einige durch Elija glauben und durch den Glauben gerechtfertigt werden; und ein Teil wird durch denselben Glauben an gute Werke genommen, der andere Teil wird unfruchtbar im Werk des Gesetzes zurückgelassen, vergeblich mahlend und niemals das Brot der himmlischen Speise hervorbringend.