
Augustinus von Hippo
Catena Aurea · Matthäusevangelium 24
29 Gleich nach der Bedrängnis jener Tage wird sich die Sonne verfinstern und der Mond wird seinen Schein nicht mehr geben; die Sterne werden vom Himmel fallen und die Kräfte des Himmels erschüttert werden. 30 Dann wird das Zeichen des Menschensohnes am Himmel erscheinen; alle Völker der Erde werden wehklagen und sie werden den Menschensohn mit großer Macht und Herrlichkeit auf den Wolken des Himmels kommen sehen.
(ubi sup.) Aber weil die Schriften zu erforschen sind und wir uns nicht mit ihrer Oberfläche begnügen dürfen, lasst uns genau betrachten, was folgt: Wenn ihr alle diese Dinge geschehen seht, so erkennt, dass Er nahe ist, sogar an der Tür. Wir wissen also, dass Er nahe ist, wenn wir sehen, dass nicht irgendeines der vorhergehenden Dinge, sondern alle geschehen, unter denen dies ist, dass der Menschensohn kommend gesehen werden wird. Und Er wird Seine Engel senden, die von den vier Enden der Welt Seine Auserwählten sammeln werden. All diese Dinge tut Er in der letzten Stunde (1 Joh 2,18), kommend in Seinen Gliedern wie in den Wolken, oder in der ganzen Kirche wie in einer großen Wolke, wie Er jetzt nicht aufhört zu kommen. Und mit großer Kraft und Herrlichkeit, weil Seine Kraft und Herrlichkeit in den Heiligen größer erscheinen wird, denen Er große Kraft geben wird, damit sie nicht von Verfolgung überwunden werden.