
Johannes Chrysostomus
Catena Aurea · Matthäusevangelium 22
15 Darauf gingen die Pharisäer hin und beratschlagten, wie sie ihn in seinen Worten fangen könnten. 16 Sie schickten ihre Schüler mit den Anhängern des Herodes zu ihm. Sie sagten: Meister, wir wissen, dass du wahrhaftig bist und den Weg Gottes wahrheitsgemäß lehrst und nach niemandem fragst; denn du siehst nicht auf die Person der Menschen. 17 Sage uns nun: Was meinst du, ist es erlaubt, dem Kaiser Steuer zu zahlen oder nicht? 18 Jesus aber kannte ihre Bosheit und sagte: Was stellt ihr mir eine Falle, ihr Heuchler? 19 Zeigt mir die Steuermünze! Da reichten sie ihm einen Denar. 20 Er fragte sie: Wessen Bild und Aufschrift ist dies? 21 Sie antworteten: Des Kaisers. Da sagte er zu ihnen: So gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist! 22 Als sie das hörten, wunderten sie sich, ließen von ihm ab und gingen weg.
Wenn du aber dieses Gebot hörst, dem Cäsar zu geben, was des Cäsar ist, so wisse, dass nur solche Dinge gemeint sind, die in nichts der Religion entgegenstehen; wenn es solche gibt, sind sie nicht mehr des Cäsar, sondern des Teufels Tribut. Und damit sie nicht sagen könnten, Er mache sie den Menschen untertan, fügt Er hinzu: Und Gott, was Gottes ist.