
Johannes Chrysostomus
Catena Aurea · Matthäusevangelium 21
1 Als sie sich Jerusalem näherten und nach Betfage am Ölberg kamen, sandte Jesus zwei Jünger voraus. 2 Er sagte zu ihnen: Geht in das Dorf, das vor euch liegt, und gleich werdet ihr eine Eselin angebunden finden und ein Fohlen bei ihr. Bindet sie los und bringt sie mir. 3 Und wenn jemand etwas zu euch sagt, so antwortet: Der Herr braucht sie. Dann wird er sie sogleich freigeben. 4 Dies ist geschehen, damit sich das Wort des Propheten erfüllte: 5 Sagt der Tochter Zion: / Sieh, dein König kommt zu dir;er ist sanftmütig und reitet auf einer Eselin / und auf einem Fohlen, dem Jungen eines Lasttiers. 6 Die Jünger gingen und taten, wie Jesus ihnen aufgetragen hatte. 7 Sie brachten die Eselin und das Fohlen, legten ihre Mäntel darüber und er setzte sich darauf. 8 Eine sehr große Volksmenge breitete ihre Kleider auf den Weg aus, andere hieben Zweige von den Bäumen und streuten sie auf den Weg. 9 Die Scharen aber, die ihm vorausgingen und nachfolgten, riefen:Hosanna dem Sohn Davids! / Gepriesen sei er,der kommt im Namen des Herrn! / Hosanna in der Höhe!
Und halte dies nicht für eine geringe Sache, die da geschah, denn wer war es, der auf die Besitzer der Tiere einwirkte, dass sie nicht verweigerten, sondern sie hingaben? Auch dadurch unterweist Er seine Jünger, dass Er die Juden hätte zurückhalten können, es aber nicht wollte; und weiter lehrt Er sie, dass sie alles gewähren sollen, was von ihnen erbeten wird; denn wenn die, welche Christus nicht kannten, dies nun gewährten, um wie viel mehr ziemt es seinen Jüngern, allen zu geben. Denn was gesagt wird: Aber sogleich wird er sie gehen lassen,