Origenes
Catena Aurea · Matthäusevangelium 18
7 Wehe der Welt wegen der Verführungen! Es müssen ja Verführungen kommen, doch wehe dem Menschen, der die Verführung verschuldet. 8 Wenn dich deine Hand oder dein Fuß zum Bösen verführt, so hau ihn ab und wirf ihn von dir! Es ist besser, verstümmelt oder lahm in das Leben zu gelangen, als mit beiden Händen oder beiden Füßen ins ewige Feuer geworfen zu werden. 9 Und wenn dich dein Auge zum Bösen verführt, so reiß es aus und wirf es von dir! Es ist besser für dich, einäugig ins Leben zu gelangen, als mit beiden Augen in die Feuerhölle geworfen zu werden.
Das können wir nicht von den materiellen Elementen der Welt verstehen; sondern hier werden die Menschen, die in der Welt sind, die Welt genannt. Aber Christi Jünger sind nicht von dieser Welt, weshalb es für sie keine Wehe wegen Ärgernisse geben kann; denn obwohl es viele Ärgernisse gibt, berühren sie den nicht, der nicht von dieser Welt ist. Wenn er aber noch von dieser Welt ist, indem er die Welt und die Dinge in ihr liebt, werden ihn so viele Ärgernisse ergreifen, wie die, von denen er in der Welt umgeben war. Es folgt: Denn es muss ja Ärgernisse geben.