Origenes
Catena Aurea · Matthäusevangelium 18
1 In jener Stunde kamen die Jünger mit der Frage zu Jesus: Wer ist der Größte im Himmelreich? 2 Da rief er ein Kind herbei, stellte es in ihre Mitte 3 und sagte: Amen, ich sage euch, wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, könnt ihr nicht in das Himmelreich kommen. 4 Wer sich so klein macht wie dieses Kind, der ist der Größte im Himmelreich. 5 Und wer ein solches Kind in meinem Namen aufnimmt, der nimmt mich auf. 6 Wer einen von diesen Kleinen, die an mich glauben, zur Sünde verführt, für den wäre es besser, wenn ihm ein Mühlstein um den Hals gehängt und er in die Tiefe des Meeres versenkt würde.
Darin sollen wir Nachahmer der Jünger sein, dass, wenn unter uns irgendeine Frage des Zweifels aufkommt und wir nicht wissen, wie wir sie lösen sollen, wir uns einmütig an Jesus wenden, der die Herzen der Menschen zur Erklärung jeder Verwirrung erleuchten kann. Wir sollen auch einige der Lehrer konsultieren, die in den Kirchen als die hervorragendsten gelten. Aber indem sie diese Frage stellten, wussten die Jünger, dass es im Himmelreich keine Gleichheit unter den Heiligen gibt; was sie noch lernen wollten, war, wie sie so sind und als Größere und Kleinere leben. Oder sie wussten aus dem, was der Herr oben gesagt hatte, wer der Beste und wer groß war; aber aus vielen Großen, wer der Größte war, das war ihnen nicht klar.