Remigius von Auxerre
Catena Aurea · Matthäusevangelium 13
36 Darauf entließ er die Volksscharen und ging nach Hause. Und die Jünger traten an ihn heran und sagten: Erkläre uns das Gleichnis vom Unkraut auf dem Acker. 37 Er antwortete: Der Mann, der den guten Samen sät, ist der Menschensohn. 38 Der Acker aber ist die Welt. Der gute Same, das sind die Söhne des Reiches, und das Unkraut sind die Söhne des Bösen. 39 Der Feind, der es gesät hat, ist der Teufel. Die Ernte ist das Ende der Welt, die Schnitter sind die Engel. 40 Wie nun das Unkraut gesammelt und im Feuer verbrannt wird, so wird es auch am Ende der Welt sein: 41 Der Menschensohn wird seine Engel aussenden und sie werden aus seinem Reich alle Ärgernisse und Übeltäter sammeln 42 und sie in den Feuerofen werfen. Dort wird Heulen und Zähneknirschen sein. 43 Dann werden die Gerechten leuchten wie die Sonne im Reich ihres Vaters. Wer Ohren hat, der höre!
Der Herr nennt sich selbst den Menschensohn, damit Er in diesem Titel ein Beispiel der Demut gebe; oder vielleicht weil es geschehen sollte, dass gewisse Häretiker leugnen würden, dass Er wirklich Mensch sei; oder damit wir durch den Glauben an seine Menschheit zur Erkenntnis seiner Göttlichkeit aufsteigen.