
Johannes Chrysostomus
Catena Aurea · Matthäusevangelium 13
36 Darauf entließ er die Volksscharen und ging nach Hause. Und die Jünger traten an ihn heran und sagten: Erkläre uns das Gleichnis vom Unkraut auf dem Acker. 37 Er antwortete: Der Mann, der den guten Samen sät, ist der Menschensohn. 38 Der Acker aber ist die Welt. Der gute Same, das sind die Söhne des Reiches, und das Unkraut sind die Söhne des Bösen. 39 Der Feind, der es gesät hat, ist der Teufel. Die Ernte ist das Ende der Welt, die Schnitter sind die Engel. 40 Wie nun das Unkraut gesammelt und im Feuer verbrannt wird, so wird es auch am Ende der Welt sein: 41 Der Menschensohn wird seine Engel aussenden und sie werden aus seinem Reich alle Ärgernisse und Übeltäter sammeln 42 und sie in den Feuerofen werfen. Dort wird Heulen und Zähneknirschen sein. 43 Dann werden die Gerechten leuchten wie die Sonne im Reich ihres Vaters. Wer Ohren hat, der höre!
Der Herr hatte zur Menge in Gleichnissen gesprochen, um sie dazu zu bringen, Ihn nach deren Bedeutung zu fragen; doch obwohl Er so vieles in Gleichnissen gesprochen hatte, hatte noch niemand Ihn etwas gefragt, und deshalb entlässt Er sie; ‚Dann entließ Jesus die Menge und ging ins Haus.‘ Keiner der Schriftgelehrten folgte Ihm hierher, woraus klar wird, dass sie Ihm zu keinem anderen Zweck folgten, als um Ihn in seiner Rede zu fangen.