
Hieronymus
Catena Aurea · Matthäusevangelium 13
1 An jenem Tag verließ Jesus das Haus und setzte sich an den See. 2 Große Volksscharen sammelten sich um ihn; deshalb stieg er in ein Boot und setzte sich, während das ganze Volk am Ufer stand. 3 Und er sprach lange zu ihnen in Gleichnissen.Ein Sämann ging aus, um zu säen. 4 Als er säte, fiel einiges auf den Weg und die Vögel kamen und fraßen es auf. 5 Wieder anderes fiel auf steinigen Grund, wo es nicht viel Erdreich hatte. Und es schoss rasch auf, weil es kein tiefes Erdreich fand. 6 Als aber die Sonne aufging, wurde es versengt, und weil es keine Wurzel hatte, verdorrte es. 7 Anderes aber fiel unter die Dornen und die Dornen wuchsen auf und erstickten es. 8 Anderes schließlich fiel auf gutes Erdreich und brachte Frucht, teils hundertfach, teils sechzigfach, teils dreißigfach. 9 Wer Ohren hat, der höre!
Dieses Gleichnis greift Valentinus auf, um seine Häresie zu begründen, indem er drei verschiedene Naturen einführt: die geistige, die natürliche oder seelische und die irdische. Aber hier werden vier genannt: eines am Weg, eines auf felsigem Grund, eines unter Dornen und ein viertes auf gutem Boden.