
Hieronymus
Catena Aurea · Matthäusevangelium 12
33 Entweder nehmt an: Der Baum ist gut, dann ist auch seine Frucht gut. Oder nehmt an: Der Baum ist schlecht, dann ist auch seine Frucht schlecht; denn an der Frucht erkennt man den Baum. 34 Ihr Natternbrut, wie könnt ihr Gutes reden, wenn ihr böse seid? Denn wovon das Herz voll ist, davon redet der Mund. 35 Der gute Mensch holt aus dem guten Schatz Gutes hervor und der böse Mensch holt aus dem bösen Schatz Böses hervor.
So hält Er sie in einem Syllogismus gefangen, den die Griechen ‚Aphycton‘ nennen, den unvermeidlichen; der die befragte Person von beiden Seiten einschließt und ihn mit jedem Horn bedrängt. Wenn, sagt Er, der Teufel böse ist, kann er keine guten Werke tun; wenn also die Werke, die ihr seht, gut sind, folgt, dass der Teufel nicht ihr Urheber war. Denn es kann nicht sein, dass Gutes aus Bösem oder Böses aus Gutem kommt.