
Hilarius von Poitiers
Catena Aurea · Matthäusevangelium 12
22 Da brachte man ihm einen Besessenen, der blind und stumm war. Und er heilte ihn, sodass der Stumme reden und sehen konnte. 23 Da gerieten die Volksscharen außer sich und sagten: Ist das etwa der Sohn Davids? 24 Als das die Pharisäer hörten, sagten sie: Der treibt die Dämonen nur durch Beelzebul, den Obersten der Dämonen, aus.
Nicht ohne Grund führt er, nachdem er erwähnt hat, dass die ganze Menge zusammen geheilt wurde, die Heilung dieses Mannes gesondert ein, der dämonisch, blind und stumm war. Denn nachdem der Mann mit der verdorrten Hand vor Ihn gebracht und in der Synagoge geheilt worden war, ziemte es sich, dass das Heil der Heiden in der Person eines anderen geplagten Menschen dargestellt würde; der, welcher die Wohnstätte eines Dämons gewesen und blind und stumm war, sollte tauglich gemacht werden, Gott zu empfangen, sollte Gott in Christus enthalten und durch das Bekenntnis Gottes die Werke Christi preisen.