
Johannes Chrysostomus
Catena Aurea · Matthäusevangelium 12
14 Die Pharisäer aber gingen hinaus und fassten den Beschluss, ihn umzubringen. 15 Als Jesus davon erfuhr, zog er sich zurück. Viele folgten ihm und er heilte sie alle. 16 Doch schärfte er ihnen ein, ihn nicht bekannt zu machen. 17 So sollte sich das Wort des Propheten Jesaja erfüllen: 18 Seht meinen Knecht, den ich erwählt habe, / mein Geliebter, an dem meine Seele Wohlgefallen hat.Ich werde meinen Geist auf ihn legen / und er wird den Völkern das Recht verkünden. 19 Er wird nicht streiten und nicht schreien / und auf den Straßen wird man seine Stimme nicht hören. 20 Ein geknicktes Rohr wird er nicht zerbrechen / und einen glimmenden Docht wird er nicht auslöschen, / bis er das Recht zum Sieg hinausführt. 21 Und auf seinen Namen werden die Völker hoffen.
Aber man könnte sagen: Was dann, wird dies immer so bleiben? Wird er ewig die ertragen, die so nachstellen und gegen ihn wüten? Keineswegs; wenn sein eigenes Werk ganz vollendet sein wird, dann wird er auch diese Dinge wirken. Und dies deutet er an, indem er sagt: Bis er das Gericht zum Sieg hinausführt; das heißt so viel wie: Wenn er alles vollbracht haben wird, was von ihm selbst kommt, dann wird er vollkommene Vergeltung bringen; dann werden sie die Strafe empfangen, wenn er seinen Sieg verherrlicht hat, damit ihnen keine unehrerbietige Gelegenheit zum Widerspruch bleibt,