
Johannes Chrysostomus
Catena Aurea · Matthäusevangelium 10
11 Kommt ihr in eine Stadt oder ein Dorf, so fragt, wer es wert ist (, euch zu empfangen). Dort bleibt, bis ihr weiterwandert. 12 Wenn ihr in ein Haus eintretet, so bietet ihm den Gruß. 13 Und wenn das Haus er wert ist, so soll euer Friede in ihm einkehren; ist es aber nicht wert, so soll euer Friede zu euch zurückkehren. 14 Wenn man euch nicht aufnimmt und euere Worte nicht hören will, so verlasst jenes Haus oder jene Stadt und schüttelt den Staub von eueren Füßen. 15 Amen, ich sage euch: Dem Gebiet von Sodom und Gomorra wird es am Tag des Gerichts erträglicher ergehen als jener Stadt.
Wie denn wohnte Christus selbst beim Zöllner? Weil er durch seine Bekehrung würdig gemacht wurde; denn dieses Gebot, dass er würdig sein sollte, bezog sich nicht auf ihren Rang, sondern auf die Bereitstellung von Nahrung. Denn wenn er würdig ist, wird er ihnen Nahrung bieten, besonders da sie nicht mehr als das Nötigste brauchen. Beachte, wie Er sie, obwohl Er sie allen Besitzes beraubte, mit allem Notwendigen versorgte, indem Er ihnen erlaubte, in den Häusern derer zu wohnen, die sie lehrten. Denn so waren sie sowohl selbst von Sorge befreit als auch überzeugten die Menschen, dass sie nur um ihres Heiles willen gekommen waren, da sie nichts mit sich trugen und nichts über das Notwendige hinaus begehrten. Und sie wohnten nicht an allen Orten unterschiedslos, denn Er wollte nicht, dass sie nur durch ihre Wunder bekannt würden, sondern viel mehr durch ihre Tugenden. Aber nichts ist ein größeres Zeichen der Tugend als das Ablegen von Überflüssigem.