
Hieronymus
Catena Aurea · Matthäusevangelium 10
9 Verschafft euch weder Gold, Silber noch Kupfermünzen für euere Gürtel, 10 auch keine Reisetasche, auch nicht zwei Röcke, weder Sandalen noch Stab. Denn der Arbeiter ist seiner Nahrung wert.
Indem Er die Tasche verbietet, weder eine Tasche für eure Reise, zielte Er auf jene Philosophen, die gewöhnlich Bactroperatæ genannt werden (vgl. Cotel. not. in Herm. Past. ii. 1.), die, obwohl Verächter dieser Welt und alle Dinge für nichts achtend, dennoch einen Beutel mit sich herumtragen. Noch zwei Röcke. Mit den zwei Röcken scheint Er einen Wechsel der Kleidung zu meinen; nicht, dass Er uns gebietet, mit einem einzigen Gewand im Schnee und Frost Skythiens zufrieden zu sein, sondern dass sie nicht einen Wechsel mit sich tragen sollten, indem sie den einen anziehen und den anderen als Vorsorge für die Zukunft mit sich führen. Noch Schuhe. Es ist ein Gebot Platons, dass die beiden Enden des Körpers ungeschützt bleiben sollen und dass wir uns nicht an eine zarte Pflege von Haupt und Füßen gewöhnen sollen; denn wenn diese Teile abgehärtet sind, wird der übrige Körper kräftig und gesund sein. Noch Stab; denn wenn wir den Schutz des Herrn haben, warum sollten wir die Hilfe eines Stabes suchen?