Theodotus
Catena Aurea · Matthäusevangelium 1
22 Dies alles ist geschehen, damit das Wort des Herrn in Erfüllung geht, das er durch den Propheten gesprochen hat: 23 Seht, die Jungfrau wird schwanger werden und einen Sohn gebären, und man wird ihm den Namen Immanuel geben, das heißt übersetzt: Gott mit uns.
(Hom. 1 and 2. in Conc. Eph. ap. Hard. t. i. pp. 1643. 1655.) Da Photinus behauptet, dass der jetzt Geborene ein bloßer Mensch war, indem er die göttliche Geburt nicht zulässt, und behauptet, dass der, der jetzt aus dem Schoß hervorging, der vom Gott getrennte Mensch war; so soll er zeigen, wie es möglich war, dass die menschliche Natur, geboren aus dem Schoß der Jungfrau, die Jungfräulichkeit dieses Schoßes unversehrt bewahrt hat; denn die Mutter keines Menschen blieb jemals eine Jungfrau. Da aber Gott das Wort war, der jetzt im Fleisch geboren wurde, erwies Er sich als das Wort dadurch, dass Er die Jungfräulichkeit seiner Mutter bewahrte. Denn wie unser Wort, wenn es gezeugt wird, den Geist nicht zerstört, so zerstört auch Gott das Wort bei der Wahl seiner Geburt nicht die Jungfräulichkeit.