
Ambrosius von Mailand
Catena Aurea · Matthäusevangelium 1
19 Da aber Josef, ihr Mann, gerecht war und sie nicht bloßstellen wollte, gedachte er, sie im Stillen zu entlassen.
(in Luc. ii. 5.) Der heilige Matthäus hat schön gelehrt, wie ein gerechter Mann handeln soll, der die Schande seiner Frau entdeckt hat; so dass er sich zugleich frei von ihrem Blut und rein von ihren Befleckungen bewahrt; deshalb sagt er: Da er gerecht war. So bleibt in Josef durchweg der gnadenvolle Charakter eines gerechten Mannes bewahrt, damit sein Zeugnis umso mehr anerkannt werde; denn die Zunge des Gerechten spricht das Urteil der Wahrheit.