Eusebius von Caesarea
Catena Aurea · Matthäusevangelium 1
16 Jakob zeugte Josef, den Mann Marias, von der Jesus geboren wurde, der Christus genannt wird.
(Hist. Eccles. 1.7.) Denn Matthan und Melchi hatten zu verschiedenen Zeiten je einen Sohn von ein und derselben Frau Jeska. Matthan, der über Salomo abstammte, hatte sie zuerst und starb und hinterließ einen Sohn namens Jakob. Da das Gesetz einer Witwe nicht verbot, entweder von ihrem Mann entlassen oder nach dem Tod ihres Mannes einen anderen zu heiraten, so nahm Melchi, der über Matthan abstammte, aus demselben Stamm, aber aus einem anderen Geschlecht, diese Witwe zur Frau und zeugte seinen Sohn Heli. So finden wir, dass Jakob und Heli, obwohl aus verschiedenem Geschlecht, doch von derselben Mutter Brüder waren. Einer von ihnen, nämlich Jakob, heiratete nach dem Tod seines Bruders Heli, der ohne Nachkommen gestorben war, dessen Frau und zeugte mit ihr den dritten, Josef, von Natur und Vernunft wahrhaftig seinen eigenen Sohn; weshalb auch geschrieben steht: Und Jakob zeugte Josef. Nach dem Gesetz aber war er der Sohn Helis; denn Jakob, sein Bruder, erweckte ihm Nachkommen. So steht die Genealogie, sowohl wie sie von Matthäus als auch von Lukas vorgetragen wird, richtig und wahr; Matthäus sagt: Und Jakob zeugte Josef; Lukas sagt: Welcher war, wie man annahm, (denn er fügt dies hinzu,) der Sohn Josefs, welcher der Sohn Helis war, welcher der Sohn Melchis war. Und er hätte jene Weise der Zeugung nach dem Gesetz, die durch eine gewisse Adoption geschah, die auf die Toten Rücksicht nahm, nicht bedeutungsvoller oder passender ausdrücken können, indem er sorgfältig das Wort „zeugen“ bis zum Ende ausließ.