Pseudo-Chrysostomus
Catena Aurea · Markusevangelium 9
38 Da sagte Johannes zu ihm: Meister, wir sahen einen in deinem Namen Dämonen austreiben und wir wollten ihn daran hindern, weil er uns nicht nachfolgt. 39 Jesus aber sagte: Hindert ihn nicht; denn niemand, der in meinem Namen Wunder wirkt, kann so bald schlecht von mir reden. 40 Denn wer nicht gegen uns ist, der ist für uns. 41 Wer euch einen Becher Wasser zu trinken reicht, weil ihr dem Messias angehört -- Amen, ich sage euch: er wird nicht um seinen Lohn kommen. 42 Wer einen dieser Kleinen, die glauben, zum Bösen verführt, für den wäre es besser, wenn ihm ein Mühlstein um den Hals gehängt und er ins Meer geworfen würde.
(Vict. Ant. e Cat. in Marc.) Es war jedoch nicht aus Eifersucht oder Neid, dass Johannes dem, der Dämonen austrieb, wehren wollte, sondern weil er wünschte, dass alle, die den Namen des Herrn anrufen, Christus folgen und ein Leib mit seinen Jüngern seien. Der Herr aber, wie unwürdig auch immer diejenigen sein mögen, die die Wunder wirken, spornt andere durch sie an, an ihn zu glauben, und bewegt sie selbst durch diese unaussprechliche Gnade, besser zu werden. Daher folgt: Aber Jesus sprach: Wehret ihm nicht.