
Augustinus von Hippo
Catena Aurea · Markusevangelium 7
14 Dann rief er das Volk wieder herbei und sagte zu ihnen: Hört mich alle und begreift: 15 Nichts, was von außen in den Menschen hineinkommt, kann ihn unrein machen, sondern das, was aus dem Menschen herauskommt, das ist es, was den Menschen unrein macht. 16 Wer Ohren hat zu hören, der höre! 17 Als er von der Menge weg in ein Haus gegangen war, fragten ihn seine Jünger nach dem Gleichnis. 18 Da sagte er zu ihnen: Seid auch ihr ohne Verständnis? Begreift ihr nicht, dass alles, was von außen in den Menschen hineinkommt, ihn nicht unrein machen kann, 19 weil es nicht in sein Herz gelangt, sondern in den Bauch, und dann in den Abort hinausgeht? Damit erklärte er alle Speisen für rein. 20 Er fuhr fort: Was aus dem Menschen herauskommt, das macht den Menschen unrein. 21 Denn von innen, aus dem Herzen der Menschen, kommen die bösen Gedanken, Unzucht, Diebstahl, Mord, 22 Ehebruch, Habsucht, Bosheit, Arglist, Ausschweifung, Neid, Lästerung, Hochmut, Unbesonnenheit. 23 Alles dieses Böse kommt von innen heraus und macht den Menschen unrein.
(Lib. oct. Quæs. 73) Denn einige Dinge sind mit anderen so verbunden, dass sie sowohl verändern als auch verändert werden, so wie die Nahrung, die ihr früheres Aussehen verliert, sowohl selbst in unseren Körper verwandelt wird, als auch wir verändert werden und unsere Kraft durch sie erneuert wird.b Ferner geht eine äußerst feine Flüssigkeit, nachdem die Nahrung vorbereitet und in unseren Venen und anderen Arterien verdaut wurde, durch einige verborgene Kanäle, die von einem griechischen Wort Poren genannt werden, durch uns hindurch und geht in den Abort.