Pseudo-Chrysostomus
Catena Aurea · Markusevangelium 6
6 Und er wunderte sich über ihren Unglauben.Er durchzog die umliegenden Dörfer und lehrte. 7 Er rief die Zwölf zu sich und begann sie paarweise auszusenden. Er gab ihnen Vollmacht über die unreinen Geister 8 und gebot ihnen, außer einem Stab nichts auf den Weg mitzunehmen, kein Brot, keine Tasche, kein Geld im Gürtel. 9 Nur Sandalen sollten sie tragen, aber keine zwei Röcke anziehen. 10 Und er sagte zu ihnen: Wo ihr in ein Haus einkehrt, da bleibt, bis ihr von dort weiterwandert. 11 Und wenn ein Ort euch nicht aufnimmt und man euch nicht hören will, dann geht fort und schüttelt den Staub von eueren Füßen, zum Zeugnis. 12 Darauf zogen sie aus und predigten Umkehr. 13 Sie trieben viele Dämonen aus und salbten viele Kranke mit Öl und heilten sie.
(Vict. Ant. e Cat. in Marc.) Oder damit er ein Zeuge der Mühe des Weges sei, die sie für sie ertragen hatten; oder als ob der Staub der Sünden der Prediger sich gegen sie selbst wendete. Es folgt: Und sie gingen und predigten, dass die Menschen Buße tun sollten. Und sie trieben viele Dämonen aus und salbten viele Kranke mit Öl und heilten sie. Nur Markus erwähnt ihre Salbung mit Öl. Jakobus jedoch sagt in seinem kanonischen Brief etwas Ähnliches. Denn Öl erfrischt unsere Mühen und gibt uns Licht und Freude; aber wiederum bezeichnet Öl die Barmherzigkeit der Salbung Gottes, die Heilung der Schwachheit und die Erleuchtung des Herzens, was alles durch das Gebet bewirkt wird.