
Johannes Chrysostomus
Catena Aurea · Markusevangelium 5
35 Während er noch redete, kamen Leute des Synagogenvorstehers und sagten: Deine Tochter ist gestorben. Was bemühst du den Meister noch? 36 Jesus aber, der aufgefangen hatte, was da gesprochen wurde, sagte zu dem Synagogenvorsteher: Fürchte dich nicht, glaube nur! 37 Und er ließ niemand mit sich gehen außer Petrus, Jakobus und Johannes, den Bruder des Jakobus. 38 So kamen sie zum Haus des Synagogenvorstehers und er nahm den Lärm wahr und wie sie weinten und laut wehklagten. 39 Nachdem er eingetreten war, sagte er zu ihnen: Was lärmt und weint ihr? Das Kind ist nicht tot, sondern es schläft. Da verlachten sie ihn. 40 Er aber wies alle hinaus, nahm des Kindes Vater und Mutter sowie seine Begleiter mit sich und ging in die Kammer, in der das Kind lag. 41 Er ergriff die Hand des Kindes und sagte zu ihm: Talita kum!, was übersetzt heißt: Mädchen, ich sage dir, steh auf! 42 Sofort stand das Mädchen auf und ging umher. Es war zwölf Jahre alt. Die Leute gerieten außer sich vor Entsetzen. 43 Er aber gebot ihnen streng, dass niemand etwas davon erfahren dürfe, und sagte, man solle ihr zu essen geben.
(non occ.) Oder aber, um jede Zurschaustellung zu vermeiden, ließ er nicht alle bei sich sein; damit er jedoch Zeugen seiner göttlichen Macht zurücklasse, wählte er seine drei Hauptjünger und den Vater und die Mutter des Mädchens, als vor allem notwendig. Und er erweckt das Mädchen sowohl durch seine Hand als auch durch das Wort seines Mundes. Daher heißt es: Und er ergriff die Hand des Mädchens und sprach zu ihr: Talitha kumi; das heißt übersetzt: Mädchen, ich sage dir, steh auf. Denn die Hand Jesu, die eine belebende Kraft hat, belebt den toten Körper, und seine Stimme richtet sie auf, da sie liegt; daher folgt: Und sogleich stand das Mädchen auf und ging umher.