Pseudo-Chrysostomus
Catena Aurea · Markusevangelium 4
26 Er sagte: Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mann Samen auf den Acker sät 27 und dann schlafen geht und wieder aufsteht, Nacht und Tag, und der Samen geht auf und wächst empor und er weiß nicht wie. 28 Von selbst bringt die Erde Frucht, erst den Halm, dann die Ähre, und endlich das volle Korn in der Ähre. 29 Sobald aber die Frucht es zulässt, legt er die Sichel an; denn die Ernte ist da.
(Vict. Ant. e Cat. in Marc.) Oder Christus selbst ist der Mensch, der aufsteht, denn Er saß wartend mit Geduld, damit die, welche den Samen empfingen, Frucht brächten. Er steht auf, das heißt, durch das Wort Seiner Liebe lässt Er uns wachsen zum Hervorbringen von Frucht, durch die Waffen der Gerechtigkeit zur Rechten, womit der Tag gemeint ist, und zur Linken, womit die Nacht der Verfolgung gemeint ist; denn durch diese sprießt der Samen und verdorrt nicht. (2 Kor 6,7)