Beda Venerabilis
Catena Aurea · Markusevangelium 3
31 Da kamen seine Mutter und seine Brüder, blieben draußen stehen und ließen ihn rufen. 32 Das Volk saß um ihn herum als man ihm sagte: Deine Mutter und deine Brüder und deine Schwestern sind draußen und suchen dich. 33 Da antwortete er ihnen: Wer ist meine Mutter und wer sind meine Brüder? 34 Und indem er auf die um ihn Sitzenden blickte, sagte er: Das sind meine Mutter und meine Brüder. 35 Wer den Willen Gottes tut, der ist mir Bruder und Schwester und Mutter.
(ubi sup.) Aber mystisch bedeuten die Mutter und die Brüder Jesu die Synagoge (aus der Er dem Fleische nach stammte) und das jüdische Volk, das, während der Heiland drinnen lehrt, zu Ihm kommt und nicht eintreten kann, weil es geistliche Dinge nicht verstehen kann. Aber die Menge tritt eifrig ein, weil, als die Juden zögerten, die Heiden zu Christus strömten; aber Seine Verwandten, die draußen stehen und den Herrn sehen wollen, sind die Juden, die hartnäckig draußen blieben, den Buchstaben bewachend, und lieber den Herrn zwingen wollten, zu ihnen hinauszugehen, um fleischliche Dinge zu lehren, als einzuwilligen, hineinzugehen, um geistliche Dinge von Ihm zu lernen. (Ambr in Luc. 6, 37.) Wenn also nicht einmal Seine Eltern, wenn sie draußen stehen, anerkannt werden, wie sollen wir anerkannt werden, wenn wir draußen stehen? Denn das Wort ist drinnen und das Licht ist drinnen.