Theophylakt von Ohrid
Catena Aurea · Markusevangelium 3
1 Als er wieder in eine Synagoge ging war dort ein Mann mit einer verdorrten Hand. 2 Sie beobachteten ihn, ob er ihn am Sabbat heilen würde, damit sie ihn anklagen könnten. 3 Da sagte er zu dem Mann mit der verdorrten Hand: Steh auf und komm in die Mitte! 4 Dann sagte er zu ihnen: Ist es erlaubt, am Sabbat Gutes oder Böses zu tun, ein Leben zu retten oder zu töten? Sie aber schwiegen. 5 Und er blickte sie ringsherum zornig an, betrübt über die Verhärtung ihres Herzens, und sagte zu dem Mann: Streck die Hand aus! Er streckte sie aus und seine Hand wurde wieder gesund.
Oder er hat seine rechte Hand verdorrt, der nicht die Werke tut, die zur rechten Seite gehören; denn von dem Zeitpunkt an, da unsere Hand zu verbotenen Taten gebraucht wird, ist sie für das Wirken des Guten verdorrt. Aber sie wird wiederhergestellt werden, wann immer sie in der Tugend feststeht; deshalb sagt Christus: Steh auf, das heißt von der Sünde, und stelle dich in die Mitte; damit sie sich so weder zu wenig noch zu viel ausstrecke.