Theophylakt von Ohrid
Catena Aurea · Markusevangelium 2
18 Die Jünger des Johannes und die Pharisäer fasteten gerade. Da kamen einige Leute und sagten zu ihm: Warum fasten die Jünger des Johannes und die der Pharisäer, deine Jünger aber fasten nicht? 19 Jesus antwortete ihnen: Können die Hochzeitsgäste denn fasten, solange der Bräutigam bei ihnen ist? Solange sie den Bräutigam bei sich haben, können sie nicht fasten. 20 Es werden aber Tage kommen, da wird ihnen der Bräutigam genommen sein. An jenem Tag werden sie fasten. 21 Niemand näht ein Stück neues Tuch auf ein altes Kleid. Sonst reißt das Stück davon ab, das neue vom alten, und der Riss wird noch schlimmer. 22 Auch füllt niemand neuen Wein in alte Schläuche. Sonst wird der Wein die Schläuche zerreißen und der Wein ist verloren samt den Schläuchen. Neuen Wein füllt man in neue Schläuche.
Wir müssen auch verstehen, dass jeder Mensch, dessen Werke gut sind, der Sohn des Bräutigams ist; er hat den Bräutigam bei sich, nämlich Christus, und fastet nicht, das heißt, er tut keine Werke der Buße, weil er nicht sündigt: aber wenn der Bräutigam dadurch weggenommen wird, dass der Mensch in Sünde fällt, dann fastet er und tut Buße, damit er seine Sünde heile.