Pseudo-Hieronymus
Catena Aurea · Markusevangelium 15
42 Als es schon Abend geworden war -- es war nämlich Rüsttag, das heißt der Tag vor dem Sabbat --, 43 kam Josef von Arimathäa, ein angesehener Ratsherr, der auch auf das Reich Gottes wartete. Er wagte es, zu Pilatus zu gehen, und bat um den Leichnam Jesu. 44 Pilatus aber wunderte sich, dass er schon gestorben sein sollte, ließ den Hauptmann kommen und fragte ihn, ob er schon lange tot sei. 45 Als er es vom Hauptmann erfahren hatte, schenkte er Josef den Leichnam. 46 Der kaufte Leinwand, nahm ihn herab, hüllte ihn in die Leinwand, legte ihn in ein Grab, das in einen Felsen gehauen war und wälzte einen Stein vor den Eingang des Grabes. 47 Maria aus Magdala aber und Maria, die Mutter des Joses, sahen zu, wohin er gelegt wurde.
Diese Dinge passen auch auf das jüdische Volk, das schließlich glaubt, das durch den Glauben geadelt wird, um ein Kind Abrahams zu werden. Es legt seine Verzweiflung ab, es wartet auf das Reich Gottes, es geht zu den Christen hinein, damit es getauft werde; was durch den Namen des Pilatus angedeutet wird, der gedeutet wird als ‚Einer, der mit dem Hammer arbeitet‘, das heißt, der die eisernen Völker unterwirft, damit er sie mit eisernem Zepter regiere. Es sucht das Opfer, das heißt das Wegzehrungsbrot, das den Büßenden am Ende gegeben wird, und wickelt es in ein reines und für die Sünde totes Herz; es macht es fest in der Bewahrung des Glaubens und schließt es ein mit der Decke der Hoffnung durch Werke der Liebe; (denn das Ende des Gebotes ist die Liebe;) (1 Tim 1,5) während die Auserwählten, die die Sterne des Meeres sind, von ferne zuschauen, denn wenn es möglich ist, werden sogar die Auserwählten zu Fall kommen.