
Augustinus von Hippo
Catena Aurea · Markusevangelium 14
32 Sie kamen zu einem Gehöft namens Getsemani und er sagte zu seinen Jüngern: Setzt euch hier, während ich bete. 33 Und er nahm Petrus, Jakobus und Johannes mit sich und begann zu erschauern und zu verzagen. 34 Und er sagte zu ihnen: Meine Seele ist betrübt bis in den Tod. Bleibt hier und wacht. 35 Dann ging er ein wenig weiter, warf sich auf die Erde nieder und betete, dass die Stunde, wenn es möglich wäre, an ihm vorübergehe. 36 Er sprach: Abba, Vater, alles ist dir möglich. Lass diesen Kelch an mir vorübergehen. 37 Doch nicht was ich will, sondern was du willst. Und er kam zurück und fand sie schlafend. Da sagte er zu Petrus: Simon, du schläfst? Konntest du nicht eine Stunde wachen? 38 Wacht und betet, damit ihr nicht in Versuchung fallt! Der Geist ist zwar willig, das Fleisch aber schwach. 39 Wiederum ging er weg und betete mit den gleichen Worten. 40 Als er zurückkam, fand er sie wieder schlafend; denn die Augen waren ihnen schwer geworden und sie wussten nicht, was sie ihm antworten sollten. 41 Und er kam zum dritten Mal und sagte zu ihnen: Schlaft weiter und ruht! Es ist genug. Die Stunde ist gekommen; jetzt wird der Menschensohn in die Hände der Sünder ausgeliefert. 42 Steht auf, wir wollen gehen! Seht, der Verräter ist da.
(ubi sup.) Oder anders: Wenn gesagt wird, dass Er nach diesen Worten: Schlaft nun und ruht, hinzufügte: Es ist genug, und dann: Die Stunde ist gekommen; siehe, der Menschensohn wird verraten, müssen wir verstehen, dass unser Herr nach dem Wort: Schlaft nun und ruht, eine kurze Zeit schwieg, um Raum zu geben, dass das geschehe, was Er zugelassen hatte; und dann fügte Er hinzu: Die Stunde ist gekommen; und deshalb schaltet Er ein: Es ist genug, das heißt, eure Ruhe hat lange genug gedauert.