
Johannes Chrysostomus
Catena Aurea · Markusevangelium 14
22 Während des Mahls nahm er Brot, sprach das Segensgebet, brach es und gab es ihnen mit den Worten: Nehmt, das ist mein Leib. 23 Dann nahm er einen Becher, sprach das Dankgebet, gab ihn ihnen und sie tranken alle daraus. 24 Und er sagte zu ihnen: Das ist mein Blut des Bundes, das für viele vergossen wird. 25 Amen, ich sage euch: Ich werde nicht mehr von der Frucht des Weinstocks trinken bis zu jenem Tag, an dem ich von neuem davon trinke im Reich Gottes.
(ubi sup.) Es sei also kein Judas am Tisch des Herrn; dieses Opfer ist geistige Speise, denn wie leibliche Speise, die auf einen mit ihr widerstreitenden Säften gefüllten Bauch wirkt, schädlich ist, so bringt diese geistige Speise, wenn sie von einem mit Bosheit Befleckten genommen wird, ihn eher ins Verderben, nicht durch ihre eigene Natur, sondern durch die Schuld des Empfängers. Es sei also unser Geist in allen Dingen rein und unser Denken rein, denn jenes Opfer ist rein. Es folgt: Und er sprach zu ihnen: Dies ist mein Blut des Neuen Testaments, das für viele vergossen wird.