Pseudo-Hieronymus
Catena Aurea · Markusevangelium 14
17 Als es Abend geworden war, kam er mit den Zwölf. 18 Während sie zu Tisch lagen und aßen, sagte Jesus: Amen, ich sage euch: Einer von euch wird mich verraten, einer, der mit mir isst. 19 Da wurden sie traurig und einer nach dem anderen fragte ihn: Ich bin es doch nicht? 20 Er aber sagte zu ihnen: Einer von den Zwölf, der mit mir (die Hand) in die Schüssel taucht. 21 Zwar geht der Menschensohn dahin, wie von ihm geschrieben steht. Wehe aber dem Menschen, durch den der Menschensohn verraten wird! Besser wäre es für ihn, wenn er nie geboren wäre.
Wiederum sagt Er: Einer von den Zwölfen, gleichsam getrennt von ihnen, denn der Wolf reißt aus der Herde das Schaf, das er ergriffen hat, und das Schaf, das die Hürde verlässt, liegt offen für den Biss des Wolfes. Aber Judas zieht seinen Fuß nicht von seinem verräterischen Vorhaben zurück, obwohl er einmal und wiederum bezeichnet wird; deshalb wird seine Strafe vorhergesagt, damit die ihm angedrohte Todesstrafe den zurechtbringe, den die Scham nicht überwinden konnte; deshalb folgt: Der Menschensohn geht zwar hin, wie von ihm geschrieben steht.