
Johannes Chrysostomus
Catena Aurea · Markusevangelium 14
10 Judas Iskariot, einer von den Zwölf, ging zu den Hohenpriestern, um ihn an sie zu verraten. 11 Sie aber freuten sich, als sie es hörten, und versprachen, ihm Geld zu geben. Von da an suchte er, wie er ihn bei günstiger Gelegenheit verraten könnte.
(de Prod. Jud. Hom. 1) Warum erzählst du mir von seinem Land? Wollte, ich könnte auch seine Existenz nicht kennen. Aber es gab einen anderen Jünger namens Judas der Zelot, den Bruder des Jakobus, und damit durch die Nennung dieses Namens keine Verwechslung zwischen den beiden entsteht, trennt er den einen vom anderen. Aber er sagt nicht Judas der Verräter, damit er uns lehrt, frei von Verleumdung zu sein und es zu vermeiden, andere anzuklagen. Indem er jedoch sagt: einer von den Zwölf, steigert er die abscheuliche Schuld des Verräters; denn es gab siebzig andere Jünger, diese waren ihm jedoch nicht so vertraut, noch zu solch vertrautem Umgang zugelassen. Aber diese Zwölf waren von ihm auserwählt, diese waren die königliche Schar, aus der der gottlose Verräter hervorging.