Theophylakt von Ohrid
Catena Aurea · Markusevangelium 13
9 Ihr aber, habt Acht auf euch: Man wird euch um meinetwillen den Gerichten ausliefern, in den Synagogen geißeln und vor Statthalter und Könige stellen, ihnen zum Zeugnis. 10 Zuvor aber muss unter allen Völkern das Evangelium verkündet werden. 11 Und wenn sie euch abführen, um euch vor Gericht zu stellen, so seid nicht im voraus darüber besorgt, was ihr reden sollt, sondern was euch in jener Stunde eingegeben wird, das redet. Denn nicht ihr seid es, die dann reden, sondern der Heilige Geist. 12 Ein Bruder wird den anderen dem Tod ausliefern und ein Vater sein Kind und Kinder werden gegen ihre Eltern auftreten und sie in den Tod schicken. 13 Und ihr werdet um meines Namens willen von allen gehasst werden. Wer aber ausharrt bis zum Ende, der wird gerettet.
Passend stellte Er auch eine Aufzählung der Dinge voran, die die Apostel betrafen, damit sie in ihren eigenen Bedrängnissen Trost fänden in der Gemeinschaft der Mühen und Leiden. Es folgt: Und ihr werdet vor Statthalter und Könige geführt werden um meinetwillen, zum Zeugnis gegen sie. Er sagt Könige und Statthalter, wie zum Beispiel Agrippa, Nero und Herodes. Auch gab sein Wort „um meinetwillen“ ihnen nicht geringen Trost, da sie um seinetwillen leiden sollten. „Zum Zeugnis gegen sie“ bedeutet, als vorheriges Gericht gegen sie, damit sie unentschuldbar seien, weil sie sich, obwohl die Apostel für die Wahrheit arbeiteten, ihr nicht anschlossen. Damit sie dann nicht dächten, ihre Predigt werde durch Mühsal und Gefahren behindert, fügt Er hinzu: Und das Evangelium muss zuerst allen Völkern verkündet werden.